Kinder
lernen in der Schule zwar rechnen, aber das ist kein Umgang mit Geld. Das
müssen sie von ihren Eltern lernen. Stellen Sie sich vor, dass Sie einem
kleinen Kind sagen, dass es etwas nicht bekommen kann, weil Sie kein Geld
haben. Es wird Sie zu einem Bankomaten schicken, denn da kommt doch immer Geld
raus. Deshalb müssen Sie Ihren Kindern beibringen, wie Geld verdient wird, wie
man es spart und wie man Ausgaben plant.
Neun Jahre
In diesem Alter sollte ein Kind einen Geldschein in Kleingeld wechseln können.
Es muss verstehen, was auf dem Preisschild steht. Es muss unterscheiden können,
was es möchte und was es braucht. Es muss sich im Klaren darüber sein, dass es
sich durch Sparen auch mal was Größeres leisten kann. Taschengeld sollte es
schon regelmäßig bekommen, das es sich aber aufteilen sollte: 70 Prozent für
den täglichen Verbrauch, 30 Prozent für das Sparschwein.
13 Jahre
Die Pubertätsjahre sind ziemlich impulsiv. Man muss alles haben, was
Altersgenossen besitzen. Kopfloses Verschwenden ist üblich. Die Jugendlichen
müssen dabei aber wissen, dass sie damit langfristige Sparziele unmöglich
machen. In diesem Alter müssen sie ähnliche Produkte vergleichen können und
sich anhand des Preis-Leistungs-Verhältnisses entscheiden. Bei der Bank sollten
sie ein Konto haben, wo sie selbst Geld belegen und abheben können. Wenn sie
vor Ende des Monats das Taschengeld aufbrauchen, geben Sie ihnen kein
zusätzliches Geld. Kleidung sollen sie selber aussuchen und kaufen.
18 Jahre
In diesem Alter ist schon fast der letzte Zug in Sachen Gelderziehung abgefahren.
Vielleicht wird der Jugendliche von Zuhause ausziehen, wird studieren gehen,
ins Ausland, sich einen Job suchen. Deshalb muss er selbst für seine
finanziellen Angelegenheiten sorgen. Er muss verstehen, wie eine Kreditkarte
funktioniert, was Zinsen sind sowie die Wichtigkeit, Rechnungen rechtzeitig zu
begleichen. Er muss die Internetausrechnungen für Auto-, Wohn- und andere
Kredite benutzen können.
23 Jahre
Die "Gelderziehung"
ist abgeschlossen. Der junge Erwachsene muss wissen, wie seine Arbeit und seine
Kariere auf das Einkommen wirken werden und was dann planloses Verschwenden für
ihn bedeutet. Er muss seine Kranken-, Lebens- und Vermögensversicherung
abschließen können und übers Internet bezahlen können. Er muss auch den
Unterschied wie auch die Vor- und Nachteile von Eigentum und Mieten kennen.
Die Grundwahrheiten
Dazu sollte man Kindern ein paar Grundwahrheiten über Geld beibringen. Geld
bringt kein Glück, ist aber mit der Lebensqualität verbunden. Das Kind muss
erkennen, dass es kein leicht verdientes Geld gibt; für sein Geld muss man sich
anstrengen. Und noch das Wichtigste für die heutige Jugend: Vor anderen muss
man nicht mit Geld und materiellen Gütern prahlen.